Donnerstag , 24. Mai 2018
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Von Ripple, RippleNet, RippleLabs, xCurrent und der totalen Verwirrung – Teil 2

Von Ripple, RippleNet, RippleLabs, xCurrent und der totalen Verwirrung – Teil 2

Der folgende Artikel ist die Fortsetzung der wissenschaftlichen Abhandlung unseres Gastautors und nimmt das Ripple-Ökosystem unter die Lupe.

Der größte Unterschied zwischen Ripple und den anderen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum ist, dass Ripple von einer einzigen Firma – nämlich Ripple Labs – ausgegeben wird. Alle Ripple sind bereits erzeugt – und zwar 100 Milliarden Stück. Dabei besitzt Ripple Labs 61,3 Milliarden Ripple. Anfang 2018, als Ripple seinen bis dato höchsten Kurs von 2,39 US-Dollar verzeichnete, zeichnete Forbes folgendes Bild:

Um den aufkeimenden Bedenken gegenüber der Kryptowährung Ripple entgegenzutreten, hatte sich Ripple Labs Mitte 2017 entschlossen, die 55 Milliarden Ripple einem elektronischen Treuhandfonds zu übergeben, der mittels eines sogenannnten Smart Contract elektronisch implementiert wurde. Dieser Fonds gibt monatlich 1 Milliarde Ripple für die nächsten 4,5 Jahre an Ripple Labs frei. Damit wollte Ripple Labs verhindern, dass Ripple den Markt flutet, wodurch der Preis je Ripple ins Bodenlose fallen würde. Mit den frei werdenden Ripple bezahlt Ripple Labs seine Angestellten. Das, was übrig bleibt, wird wieder dem Fonds übergeben und monatlich ausgeschüttet.

Die Ripple-Blockchain ist nicht auf Ripple beschränkt, sondern kann auch andere Währungen (oder auch andere Dinge wie beispielsweise Flugmeilen) übermitteln.

Die Transaktionsgebühren werden immer in Ripple bezahlt. Laut Ripple Labs passen sich die Transaktionsgebühren automatisch der Netzwerklast an. Dies soll verhindern, dass einzelne Akteure das Netzwerk sabotieren können. Jede Transaktion muss angeben, wie viele Ripple mit ihr verbunden sind. Diese Ripple werden dann mit Abschluss der Transaktion vernichtet. Die Transaktionskosten betragen im Januar 2018 0,00001 XRP.

Den Transfer von Geldern übernehmen bei Ripple sogenannte Gateways. Gateways sind Unternehmen oder Personen, die die Blockchain von Ripple ähnlich wie die Schürfer bei Bitcoin oder Ethereum aufrechterhalten. Wenn also wie in Abbildung 1 dargestellt, Personen Geld in Form von Ripple oder anderen Währungen austauschen möchten, dann müssen sie sich zuvor bei einem Gateway registrieren. Diese Registrierung darf nicht anonym sein, sondern erfordert die bankrechtliche Einhaltung von Identitäten. Somit ist Geldwäsche mit Ripple nicht möglich.

Abbildung 1: Gateways identifizieren bei Ripple ihre Kunden nach Bankstandard (also nicht anonym), transferieren Kryptowährungen und anderes Geld, und sie pflegen die Blockchain, die Ripple RippleNet nennt.

Personen können Ripple kaufen, indem sie es gegen echte Währungen eintauschen. Dies beeinflusst den Kurs des Ripple. Je mehr Menschen Ripple kaufen, desto höher steigt der Preis. Und je mehr Gateways existieren bzw. je mehr Börsen die Ripple-Blockchain (alias RippleNet) nutzen, desto stabiler und investitionssicherer wird diese Technologie. So die Theorie.

In einem Interview mit Bloomberg sagte Joseph Lubin, der Gründer eines auf Ethereum fokussierten Unternehmens, dass er von der Entwicklung des Ripple (bzw. des Tokens XRP) verblüfft sei. Nach Lubin handelt es sich bei Ripple um eine nutzlose digitale Währung. Der einzige Nutzen sei, dass Ripple Labs damit eine Menge Geld einsammeln kann, um ihre Projekte zu finanzieren. Seit September 2016 hat Ripple Labs Ripple im Wert von rund 185 Millionen US-Dollar verkauft.

Mehr Informationen zu Ripples Use-Case und der Ziele des Unternehmens Ripple Labs gibt es im dritten und letzten Teil der Reihe.

 

Source: BTC-ECHO

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