Dienstag , 27. Juni 2017
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Konjunktur-Daten - Chinas Wirtschaftswachstum ist nicht gesund

Chinas Wirtschaftswachstum ist nicht gesund

Chinas oberster Statistiker Sheng Laiyun gibt sich äußerlich gelassen. „Wir sollten das nicht überbewerten“, sagte der Sprecher des Nationalen Statistikamtes am Mittwoch. Ja, es gebe Sorgen um ein Überhitzen des Immobilienmarktens. Und ja, dank der großen Preissteigerungen stehe die zweitgrößte Volkswirtschaft auch im dritten Quartal des Jahres gut da. Mit 6,7 Prozent Zuwachs im Jahresvergleich habe das Wachstum schließlich etwa so hoch wie in den beiden Quartalen zuvor gelegen.

Doch wenn Chinas Chefstatistiker beruhigen will, horchen die Fachleute auf. „Der Immobiliensektor hat im dritten Quartal acht Prozent zum Wirtschaftswachstum beigesteuert“, sagte Sheng. Damit habe der Sektor den Einbruch des Außenhandels um 7,8 Prozent mehr als ausgleichen können. Besonders die Ausfuhren von Exportweltmeister China schwächeln. In US-Dollar gerechnet waren die Exporte im September um 10 Prozent eingebrochen.

Doch die steigenden Mieten und das Geschäft mit Immobilien gehen den reichen Metropolen an der Ostküste bereits zu weit. Während im Westen Chinas ganze Stadtviertel leer stehen, können sich viele Angestellte in Peking kaum noch die Mieten leisten. Deshalb will die Stadt mit neuen Regeln das Geschäft bremsen. Ähnliche Pläne haben Tianjin, Shenzhen, Guangzhou und 15 weitere Städte angekündigt.

Die Ansagen zeigen bereits Effekte – allerdings nicht unbedingt die, die die Stadtverwaltungen beabsichtigt haben. Denn die Nachfrage nach Krediten wuchs stark an, da Investoren noch schnell vor der Umsetzung der neuen Regeln ihre Immobiliengeschäfte abwickeln wollten, sagte der Ökonom Shen Jianguang vom japanischen Finanzhaus Mizuho. „Unserer Meinung nach sollte die Regierung sehr vorsichtig sein, wenn sie Luft aus der Blase lässt. Sonst könnte sie einen Zusammenbruch des Marktes auslösen.“

Der Traum vom Eigenheim ist sehr wichtig für viele Chinesen. Eine eigene Wohnung gilt als eine der besten Geldanlage in Chinas Metropolen. Sie soll als Alterssicherung dienen und vor den rasanten Mietsteigerungen schützen. Als China 2009 auf die Finanzkrise mit einem gewaltigen Konjunkturpaket reagierten, entwickelten sich die Immobilienpreise in den Großstädten rasant. Nun soll der Boom eingedämmt werden, bevor es zum Crash kommt.

Doch das wird Chinas Wachstum runterziehen, meinte Commerzbank-Analyst Zhou Hao. „Wir gehen davon aus, dass die Maßnahmen zur Abkühlung des Immobilien-Marktes Chinas Wirtschaftswachstum während der folgenden Quartale belasten wird“, schrieb Zhou in einer Analyse.

Ein Kommentar

  1. Deutschlands Wirtschaftswachstum ist nicht gesund. chian hat uns übertrumpft, was für ein Skandal ! Deutschland in den Schlagzeilen „das reichste land des Universum“ geld im überfluss für Flüchtlinge, ein scharaffenland! nur für das eigene deutsche Volk hat die merkelklicke nix. wählt sie ab! afd!

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